30.04.17

Frauen der Reformation — Elisabeth Cruciger

Es gab nicht nur gescheite und mutige Männer, die sich für die Reformation stark gemacht haben, es gab auch ebensolche Frauen: engagierte Pfarrfrauen wie z. B. Katharina Melanchton oder Frauen, die sogar selbst Schriften veröffentlicht haben wie z. B. Elisabeth Cruciger und Frauen, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung besonderen Einfluss hatten wie Katharina von Mecklenburg. Acht solcher außergewöhnlicher und interessanter Frauen werden Ihnen dieses Jahr durch die acht Pfarrer/innen unseres Distriktes nähergebracht.

Am Sonntag, 30. April, stellt Pfarrer Andreas Wißmann Elisabeth Cruciger, geb. von Meseritz (ca. 1500–1535) vor, die wie Katharina von Bora, die Ehefrau von Martin Luther, zunächst Ordensfrau war. Durch Johannes Bugenhagen, dem späteren Wittenberger Stadtpfarrer, lernte sie das Gedankengut der Reformation kennen und verließ 1522 das Kloster. Sie heiratete später den Theologen Caspar Cruciger, einen Mitarbeiter Luthers. Sie verstarb bereits im Jahr 1535. Elisabeth Cruciger gilt als erste evangelische Kirchenlieddichterin. Im Evangelischen Gesangbuch findet sich ihr Lied Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67).